Baltic Gose - Die Inselbrauerei liefert stark ab. Der Biertest

Einige Biere polarisieren sofort. Die Baltic Gose der Insel-Brauerei gehört genau in diese Kategorie. Schon beim Einschenken fällt die leichte Trübung und der rötlich-goldene Farbton auf. In der Nase erinnert das Bier eher an eine Weißweinschorle oder sogar an einen trockenen Sekt als an ein klassisches deutsches Bier. Bereits der erste Schluck macht deutlich, dass hier ein völlig anderer Bierstil vorliegt. Die angenehme Säure wirkt erfrischend, ohne aggressiv zu sein. Das Meersalz bleibt dezent im Hintergrund und sorgt eher für zusätzliche Komplexität als für einen salzigen Geschmack.

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Neven Singular – Grünes Bier mit Olivenextrakt im Test

Biere, die schon vor dem ersten Schluck polarisieren, gibt es sicher einige. Das Neven Singular – The Green Beer gehört ohne Zweifel dazu. Bereits beim Einschenken fällt der ungewöhnliche Grünstich ins Auge und sorgt für die erste Diskussion. Bier in dieser Farbe begegnet man schließlich nur äußerst selten.

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Headbanger Lager: Das überraschend gute Festivalbier. Der Biertest

Manchmal sind die Erwartungen der größte Gegner eines Bieres. Beim Headbanger Lager waren unsere Erwartungen relativ klar: Eine Kooperation zwischen einem Radiosender und einer Brauerei, verpackt im Metal-Look, klang zunächst eher nach Merchandising als nach einem ernstzunehmenden Bierprojekt. Genau deshalb war die Überraschung umso größer. Das Headbanger Lager wird gemeinsam mit der Einbecker Brauhaus AG vermarktet und richtet sich klar an Festival- und Konzertbesucher. Schon das Dosendesign macht daraus keinen Hehl. Schwarzer Hintergrund, Gitarren, Metal-Optik und der Name „Headbanger“ lassen keinen Zweifel daran, an wen sich das Bier richtet.

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Ur-Krostitzer im Test: Zwischen Tradition und Massenmarkt, der Biertest

Manche Biere kennt man, obwohl man sie kaum getrunken hat. Ur-Krostitzer gehört für uns genau in diese Kategorie. Der Name taucht immer wieder auf, wenn über ostdeutsche Biermarken gesprochen wird. Gleichzeitig sorgt er regelmäßig für Verwechslungen mit Köstritzer. Als dieses Bier bei uns auf dem Tisch landete, war deshalb vor allem eine Frage interessant:

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Vergina Lager im Test: Griechisches Bier mit Anspruch

Mit Vergina Lager hatten wir ein Bier im Glas, das auf den ersten Blick harmlos wirkt: hell, klar, schlank, sauber. Ein Lagerbier, wie man es sich an einem warmen Tag problemlos vorstellen kann. Aber hinter diesem Bier steckt ein größerer Anspruch. Vergina stammt von der Macedonian Thrace Brewery aus Komotini, gegründet 1996. Die Marke versteht sich als authentisch griechisches Bier, produziert in Griechenland, mit griechischen Rohstoffen und dem Ziel, dem Land eine eigene Bieridentität zu geben.

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Zellerfelder Münzbräu Helles – Ein ungewöhnliches Helles aus dem Harz

Manchmal landet ein Bier auf unserem Tisch, das bereits vor dem ersten Schluck neugierig macht. Beim Zellerfelder Münzbräu Helles war genau das der Fall. Eine große 0,75-Liter-Flasche, Handabfüllung, naturbelassen und eine Haltbarkeit, die deutlich kürzer ausfällt als bei den meisten Bieren im Handel. Das sind Eigenschaften, die man heute nur noch selten findet. Bereits beim Blick auf das Etikett wurde klar: Hier verfolgt jemand einen anderen Ansatz als die großen Brauereien.

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Scheene Ruata vom Rutenfest – Ein Volksfestbier mit mehr Charakter als erwartet. Der Biertest

Es gibt Biere, bei denen merkt man schon nach dem ersten Schluck, dass sie eigentlich nicht nur als Getränk gedacht sind. Sie transportieren Stimmung, Erinnerungen und ein Stück Regionalkultur. Genau so ein Bier ist das „Scheene Ruata“ vom Rutenfest in Ravensburg. Und ehrlich gesagt: Wir hatten vorher keine Ahnung davon. Ravensburg war für uns bisher vor allem die Stadt der Spiele. Ravensburger. „Mensch ärgere Dich nicht“. Kindheit. Mehr Verbindung gab es da bislang nicht. Umso interessanter wurde dieser Abend, als Anja uns dieses Bier aus ihrem Urlaub mitgebracht hat – direkt vom berühmten Rutenfest.

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Barbarator Dunkler Doppelbock - unerwarteter Hammer. Der Bier-Test

Schon beim Einschenken war klar, dass hier etwas anderes im Glas landet. Fast schwarz. Dickflüssig wirkend. Optisch irgendwo zwischen Cola, Dessertsoße und Motoröl. Dazu dieser Geruch: Sherry, Rum, dunkle Früchte, Likör, Süße. Alles deutete darauf hin, dass jetzt ein schweres, malzig-süßes Starkbier kommt. Genau das passierte dann nicht.

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Waldhaus Ohne Filter Alkoholfrei im Bier-Test

Alkoholfreies Bier hat bei vielen Bierfans immer noch ein Problem: Es schmeckt oft wie ein Kompromiss. Entweder zu süß, zu leer oder irgendwie künstlich glattgezogen. Genau deshalb waren wir neugierig auf das Waldhaus Ohne Filter Alkoholfrei von der Privatbrauerei Waldhaus.

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Brewdog Punk IPA - Das kantig-punkige IPA

Das Punk IPA von BrewDog gehört zu den bekanntesten IPAs Europas. Genau das ist das Problem: Man erwartet etwas Zugängliches. Das Gegenteil ist der Fall. Schon beim Einschenken fällt auf: ordentlich Aroma, leichte Trübung, stabile Schaumbildung. In der Nase passiert sofort viel – das Bier arbeitet aktiv. Der erste Schluck bestätigt den Eindruck: Fruchtigkeit trifft direkt auf Alkohol, danach kommt eine spürbare Bitterkeit. Kein weicher Verlauf, sondern ein klares Profil.

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Nissos Pils – Passt nicht in die Pils-Schublade. Der Biertest

Wir sind mit einer klaren Erwartung reingegangen: griechisches Pils, vermutlich solide, vermutlich austauschbar. Genau das, was man aus dem Urlaub kennt.Und dann kommt das Nissos. Schon beim ersten Schluck ist klar: Das passt nicht in die klassische Pils-Logik. Wenig dominante Bittere, dafür eine ungewöhnliche, schwer greifbare Säure. Dazu eine enorme Trinkbarkeit. Das Ding läuft einfach.

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Bier trotz MPU - Munich Brew Mafia MPU IPA

Es gibt Biere, bei denen beginnt die Bewertung schon vor dem ersten Schluck. Nicht, weil das immer fair wäre, sondern weil Flasche, Name und Etikett sofort eine Richtung setzen. Beim MPU IPA alkoholfrei von Munich Brew Mafia ist genau das der Fall. Der Name spielt natürlich mit der medizinisch-psychologischen Untersuchung, das Etikett kommt mit Mofa-Anmutung und insgesamt wirkt dieses Bier so, als hätte jemand bewusst gesagt: Alkoholfrei muss nicht brav aussehen.

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Altenauer Harzer Hüttenbier: Zwickel, Pils oder nur gutes Kneipenbier?

Die besten Bierfolgen entstehen nicht durch große Planung, sondern durch Mitbringsel. In diesem Fall kam das Harzer Hüttenbier nicht über irgendeine Bestellung zu uns, sondern direkt aus einem Urlaub im Harz. Christians Reisebeute bestand nicht nur aus einer einzelnen Flasche, sondern gleich aus einem ganzen Bierpaket – und genau daraus haben wir uns für diese Folge zuerst das Harzer Hüttenbier vorgenommen.

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Wildbräu Zwickl - was kann die älteste Privatbrauerei der Welt

Ein Bier, das mit „seit 1060“ wirbt, setzt eine massive Erwartungshaltung. Fast tausend Jahre Braugeschichte. Generationen von Braumeistern. Mittelalter, Klöster, Handwerk, Reinheitsgebot – alles schwingt mit, bevor die Flasche überhaupt geöffnet ist. Wir haben uns das Zwickl der Wildbräu aus Grafing vorgenommen und wollten wissen: Ist das nur Historien-Marketing oder ein wirklich eigenständiges Bier?

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Überquell Bambule Pils - St. Pauli Pils im Test

Der Begriff stammt ursprünglich aus der Gaunersprache. „Bambule machen“ bedeutete früher, im Gefängnis lautstark zu protestieren, also gegen Wände klopfen, Rabatz machen. Heute steht es allgemein für Ärger oder Aufruhr. Ein Pils mit diesem Namen muss also liefern. Sonst bleibt es nur bei der großen Geste.

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Turmbräu 0,0 - Discounter Alkoholfrei im Test

„Seltsam für 0,80 €.“ Das wäre die Zusammenfassung  unseres Tests vom Turmbräu 0,0 – einer alkoholfreien Discounter-Dose, die preislich eher nach Wasser mit Kohlensäure klingt als nach ernstzunehmendem Bier. Wir trinken inzwischen regelmäßig alkoholfreie Biere und sehen sie nicht mehr als bloße Notlösung, sondern als echte Alternative. Gerade deshalb gehen wir auch an günstige Produkte mit einem gewissen Anspruch heran. Der Preis darf niedrig sein – der Geschmack muss es nicht.

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Camba Yana - Die Göttin des Porters von Oliver Wesseloh

Ein dunkles Bier, das wir eigentlich nicht erwarten. Ein Porter, das niemand von uns so kommen sah. Schon beim Einschenken wird klar: Das hier ist kein klassisches Schwarzbier. Die Farbe ist vielschichtig, lebendig, fast verspielt. Der Geruch ist intensiv, fruchtig, komplex – und macht sofort neugierig.

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Schultheiss Pilsener – Wenn ein Bier einfach passt

Wir sind geschmacklich unterwegs in Berlin. Und es  zeigt sich von seiner freundlichen Seite. Sonne, trockene Luft, kein Grund stehen zu bleiben. Und genau in diesem Moment passt dieses Bier. Schultheiss Pilsener ist kein Gesprächsstarter. Es ist kein Bier, das Aufmerksamkeit fordert. Es läuft mit. Und das ist seine größte Stärke.

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Urban Leaf - Das Hanfbier im Test

Es gibt Biere, die öffnen wir, schenken sie ein und trinken sie. Und es gibt Biere, die sind schon da, bevor der Kronkorken fällt. Das Urban Leaf gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Noch bevor der erste Schluck im Mund landet, ist der Raum verändert. Der Geruch ist präsent, dominant, unmissverständlich. Hanf. Kräuter. Diese sehr spezifische Assoziation, die bei den meisten Menschen sofort Bilder, Erinnerungen und Bewertungen auslöst – positiv wie negativ.

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