Das wird kein Kopf-an-Kopf-Rennen. Auf dem Tisch standen zwei Flaschen mit demselben Namen: einmal das klassische Schreckenskammer Kölsch, einmal Schreckenskammer Alkoholfrei. Der Gedanke dahinter ist naheliegend. Wenn eine Marke ein alkoholfreies Bier herausbringt, erwartet man zumindest eine gewisse Nähe zum Original.
Leider beginnt das Problem. Das Alkoholfreie riecht und schmeckt sofort wie ein typisches alkoholfreies Bier. Malziger, süßer, weicher, weniger klar. Nicht schlecht. Nicht untrinkbar. Aber auch nicht so, dass man sagen würde: Das ist jetzt wirklich nah am Kölsch.
Alex bringt es im Video ziemlich deutlich auf den Punkt: „Es schmeckt einfach wie ein alkoholfreies Bier.“
Das klassische Schreckenskammer Kölsch spielt in einer anderen Liga. Es ist vollmundiger, runder, süffiger und hat diese leichte Fruchtigkeit, die im Gespräch sogar in Richtung Marmelade oder Konfitüre beschrieben wird. Nicht als klebrige Süße, sondern als fruchtige Assoziation. Dazu kommt: wenig Kohlensäure, weicher Trinkfluss, trotzdem genug Körper. Genau das macht den Vergleich so hart. Das Alkoholfreie steht nicht gegen irgendein Kölsch im Glas, sondern gegen ein ziemlich charaktervolles.
Schreckenskammer selbst ist kein beliebiger Name in Köln. Das Brauhaus verweist auf eine Geschichte bis ins Jahr 1442 und zählt sich zu den ältesten Brauhäusern der Stadt. Heute wird das Schreckenskammer Kölsch wegen des begrenzten Platzes am Standort im Lohnsud nach hauseigenem Rezept gebraut. Das klassische Kölsch wird als kräftig, vollmundig, hochvergoren und ohne Zusatz von Kohlensäure beschrieben. Das passt ziemlich gut zu dem, was im Glas passiert. Kölsch ist außerdem kein Fantasiebegriff. Die Bezeichnung ist regional geschützt und eng mit Köln verbunden. Laut Kölner Brauerei-Verband ist Kölsch durch die EU als geschützte geografische Angabe geschützt.
Das erklärt auch, warum Kölsch mehr ist als nur ein helles, obergäriges Bier. Es ist Trinkkultur. Kneipe. Gespräch. Kleine Gläser. Schnelles Nachsetzen. Und manchmal am nächsten Morgen die Erkenntnis, dass Süffigkeit nicht bedeutet, dass kein Alkohol drin war. In der Folge fällt dafür ein schöner Satz: Kölsch sei ein „Gesprächstreiber“. Das trifft es. Kölsch will nicht zwingend degustiert werden wie ein schweres Spezialbier. Es will am Tisch stehen, während geredet wird.
Beim Schreckenskammer Kölsch funktioniert das. Beim alkoholfreien Schreckenskammer funktioniert es nur eingeschränkt.
Die Bewertungen fallen entsprechend klar aus. Das Schreckenskammer Alkoholfrei bekommt 4 von 10 Punkten. Es ist ordentlich, aber nicht eigenständig genug. Das klassische Schreckenskammer Kölsch bekommt von beiden eine 8 von 10. Eine starke Bewertung, gerade weil noch weitere Kölsch folgen sollen und die Kategorie damit erst eröffnet wird.
Unsere Bewertung
Schreckenskammer Alkoholfrei:
- 4/ 10 (Thomas)
- 4 / 10 (Alex)
Schreckenskammer Kölsch:
- 8/10 (Thomas)
- 8/10 (Alex)
Gesamt: Nicht relevant
Fazit
Unser Fazit: Das normale Schreckenskammer Kölsch ist ein starkes, vollmundiges und sehr süffiges Kölsch. Das Alkoholfreie ist trinkbar, aber im direkten Vergleich zu weit weg vom Original. Als Notlösung für Fahrer okay. Als echtes Gegenstück zum Kölsch nicht überzeugend genug.
Schreckenskammer Kölsch, Schreckenskammer alkoholfrei, Kölsch Test, Kölsch alkoholfrei, Bier Review, Two Beer or not Two Beer, Kölsch Vergleich, Kölner Bier, Brauhaus Schreckenskammer, alkoholfreies Bier Test, bestes Kölsch, Köln Bier, Schreckenskammer Köln, Kölsch Bewertung, deutsches Bier, Bierverkostung, Köln, Schreckenskammer, Alkoholfreies Bier Test
*Mit Klick auf die enthaltenen Links gelangst Du (teilweise) zu Partnerprogrammen, sogenannten Afilliate-Links, bei denen wir eine kleine Provision, basierend auf der Höhe Deines Einkaufs erhalten. Du zahlst nicht mehr für die Getränke. Allerdings unterstützt Du so unsere Biertests, da wir mit dem erwirtschafteten Geld wieder neue Sorten zum probieren kaufen.
Kommentar hinzufügen
Kommentare