Das Designated Driver von Dutch Bargain sieht im Glas erstmal ziemlich dünn aus. Fast wie verdünnter Apfelsaft. Aber der erste Schluck zeigt: Dieses alkoholfreie IPA hat deutlich mehr drauf, als man erwartet.
Manchmal reicht ein Blick ins Glas – und man glaubt schon zu wissen, wie ein Bier schmecken wird. Beim Designated Driver von Dutch Bargain ist genau das der Moment, in dem man sich komplett irren kann. Das Bier kommt extrem hell ins Glas. Wirklich extrem. So hell, dass wir uns erstmal gefragt haben, ob da überhaupt Geschmack drinsteckt. Einer von uns meinte direkt: Das sieht eher aus wie verdünnter Apfel- oder Ananassaft als wie ein IPA. Und genau diese Optik sorgt sofort für eine Erwartung: leicht, dünn, wahrscheinlich ziemlich langweilig.
Doch dann kommt der erste Schluck und plötzlich passt das Bild überhaupt nicht mehr zum Geschmack.
Dutch Bargain ist eine Craftbier-Brauerei aus Zeeland in den Niederlanden. Also gar nicht so weit weg von uns, auch wenn wir zugeben mussten, dass wir über die Brauerei während der Aufnahme erstaunlich wenig wussten. Das Bier selbst ist ein alkoholfreies IPA mit etwa 28 IBU und rund 0,3 % Alkohol. Auf der Dose steht ziemlich selbstbewusst, dass dieses Bier für alle ist, die noch fahren, segeln oder – warum auch immer – eine Rakete starten müssen. Also genau das klassische Szenario: Du bist heute der Fahrer. Beim Riechen kommt dann schon die erste positive Überraschung. Trotz der kleinen Tasting-Gläser sind deutliche fruchtige Noten zu erkennen. Zitrus auf jeden Fall, und relativ schnell landet man bei Grapefruit. Also genau das Aromaprofil, das man von einem IPA erwarten würde. Der erste Schluck bestätigt das Ganze dann ziemlich deutlich. Ganz vorne wirkt das Bier tatsächlich ein bisschen leicht. Das lässt sich nicht komplett wegdiskutieren. Aber sobald der Geschmack sich entwickelt, kommt deutlich mehr Aroma, als man bei dieser Optik erwarten würde. Vor allem Zitrus und Grapefruit sind präsent, dazu eine ordentliche Bitterkeit, die für ein alkoholfreies IPA absolut in Ordnung ist.
Und genau hier liegt eigentlich der interessante Punkt bei diesem Bier. Die Farbe sagt etwas komplett anderes als der Geschmack. Das Auge erwartet etwas Dünnes und Wässriges. Der Mund bekommt aber ein ziemlich ordentliches alkoholfreies IPA.
Der Preis lag bei ungefähr 2,70 – 2,80 Euro für die 0,33-Dose. Das ist für alkoholfreies Craftbier absolut normal. Auch bei den Zutaten gibt es keine Überraschungen: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe. Also das klassische Setup.
Unsere Bewertung
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9 / 10 (Thomas)
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9 / 10 (Alex)
Gesamt: 9 / 10
Unser Fazit:
Am Ende sind wir bei einer Bewertung gelandet, die für alkoholfreie IPAs ziemlich stark ist: 9 Punkte. Das liegt vor allem daran, dass dieses Bier geschmacklich deutlich mehr liefert, als man beim ersten Blick erwartet. Gerade wenn man bedenkt, dass viele alkoholfreie IPAs sehr laut im Marketing sind, aber geschmacklich deutlich schlanker daherkommen.
Das Designated Driver macht das Gegenteil. Optisch eher unscheinbar, geschmacklich überraschend solide.
Wenn ihr also ein alkoholfreies IPA sucht, das wirklich Aroma mitbringt und nicht nur nach Malz und Wasser schmeckt, dann kann man dieses Bier definitiv mal ausprobieren. Und falls ihr noch andere Biere von Dutch Bargain kennt, die wir testen sollten, schreibt uns das unbedingt in die Kommentare. Vielleicht müssen wir dann tatsächlich mal einen kleinen Bier-Abstecher nach Zeeland machen.
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